Ridin’ on my Einhorn

engelWer ein Konzert des Blonden Engels besuchen möchte, tut mittlerweile gut daran sich früh um die nötigen Karten zu bemühen. Da für die letzten Linz-Konzerte nichts mehr zu bekommen war, wichen wir auf das Mauthausen-Konzert gestern Abend aus und stellten fest: Er kann es auch hier, “fast in Niederösterreich”.

Das Publikum, das offenbar zu einem signifikanten Teil aus Engel-Neulingen bestand, war auch hier hellauf begeistert von einem gelungenen Mix bekannter Klassiker und brandneuer Nummern vom aktuellen Album Band ohne Message. Großartig funktionierte auch diesmal die obligate Improvisation zu den gängigen Begriffen “Neue Mittelschule”, “Verwaltungsreform”, “30 Grad”, “Songcontest” und “Urlaub”. Immer wieder faszinierend!




“Mit der Behandlung zufrieden”

BaymaxEin Kino-Doppelfeature stand dieses Wochenende bei uns auf dem Programm mit zwei Filmen, wie sie unterschiedliche kaum sei könnten. Zunächst trafen wir in “Baymax”, einer Disney-Animation des Marvel-Comics, auf den wohl knuffigsten Roboter der Filmgeschichte. mit deiner Unbeholfenheit sorgte er den ganzen Film über immer wieder für gute Lacher. Toll umgesetzt und sehr kurzweilig, mit einer spannenden Mischung aus Japanischen und Amerikanischen Einflüssen, hätten wir uns hier nur bei der Story vielleicht den einen oder anderen Tick mehr Tiefgang gewünscht.

Tiefgang erhielten wir dann im zweiten Film “The Imitation Game” in Originalversion und mit einigen wirklich großen Namen im Aufgebot. Allen voran Benedict Cumberbatch, Keira Knightley und Charles Dance. Dieses Kriegsdrama handelt von einem hochintelligenten und etwas überheblichen Mathematiker (genau: Cumberbatch in hochform), der mit Hilfe einer selbst gebauten Maschine einen Chiffrierungscode der Nazis knackt. Ausgesprochen spannend und gespickt mit ausgezeichneten Dialogen.




Computerspiele im Unterricht

David-und-MichaelMediamanual, der Ausrichter des jährlich verliehenen Media Literacy Awards, war in Person von Lisa Badura bei uns am BORG Bad Leonfelden zu Gast um mit uns über die Einsatzmöglichkeiten von Computerspielen im Unterricht zu sprechen. Neben einigen Interviews mit meinen Schülern und mir, wollten sie vor allem auch sehen, wie wir das Medium Computerspiele im Unterricht bearbeiten. Dazu konnten vor allem Michael und David einiges erzählen, wurden die beiden doch erst kürzlich mit dem MLA in der Kategorie Multimedia ausgezeichnet.

Neben uns kommen im Beitrag auch tatsächliche Spiele-Entwickler und andere Fachleute zu Wort. Den ausführlichen Artikel gibt es hier zu lesen, der Videobeitrag ist auch auf Youtube zu finden.




Dragon Age Inquisition

Dragon Age blickt mittlerweile auf eine sehr komplexe Geschichte zurück. Eigentlich nicht nur auf eine, denn durch viele unterschiedliche Entscheidungen hat sich jeder Spieler seine eigene Welt geschaffen und muss mit diesen Entscheidungen auch im dritten Teil Inquisition noch leben. Mir fällt kein anderes Spiel ein, dass so konsequent Auswirkungen von Handlungen in die nachfolgenden Teile mitnimmt. Abgesehen von der Grafik den Charakteren und dem Gameplay ist dies sicher einer der Hauptgründe warum ich mich schon jetzt auf den nächsten Teil der Serie freue.

inquisition
Wer keinen Zugriff auf die alten Spielstände mehr hat, oder die alten Spiele vielleicht gar nicht gespielt hat, kann auch mit einer Standard-Weltlage beginnen. Alternativ hat sich BioWare etwas ganz Besonderes überlegt. Auf der Website von Dragon Age Keep kann man die bisherige Handlung noch einmal Revue passiert lassen und einstellen welche Entscheidungen man getroffen hat. Das ganze ist sehr schön in Form eines Wandteppichs aufbereitet.

LelianaDer neue Teil verzichtet wieder auf eine große Open World, zugunsten von einzelnen Areal-Maps, die aber riesig und abwechslungsreich ausfallen. Obwohl es auf diesen Maps von Sidequests und optionalen Storysträngen nur so wimmelt, hat es das Spiel doch geschafft mich zu motivieren wirklich alles sauber abzuarbeiten. Etwas , das den letzten “Assassin’s Creed”-Teilen immer weniger gelang, da die Aufgaben hier oft zu stumpfsinnig und repetitiv waren.

Stark im Fokus steht auch diesmal wieder die Beziehung zwischen der Hauptfigur und den anderen Mitgliedern der Gruppe. Es entstehen Freundschaften, Feindschaften, Liebesbeziehungen und wenn man nicht aufpasst, eine falsche Entscheidung trifft oder das Falsche sagt und damit einen Mitstreiter zu sehr verärgert, kehrt dieser der Inquisition den Rücken und verlässt die Gruppe einfach. Auch müssen gar nicht alle Mitstreiter zwangsläufig aufgenommen werden. Der Spieler hat hier vollständige Freiheit, was die Gestaltung seiner Spielerfahrung betrifft.

SeraViele der Figuren, wie Hawk, Morrigan oder Varric, wird der erfahrene Dragon Age Spieler wiedererkennen. Hier wurde erfreulicherweise auch darauf geachtet die gleichen Synchronsprecher einzusetzen, die im Spiel überhaupt großartige Arbeit leisten und für eine sehr dichte Atmosphäre sorgen. Einige der neuen Figuren wie Solas oder vor allem Sera haben es sofort geschafft sich in mein Stammteam zu spielen und sind hoffentlich auch in künftigen Teilen wieder vertreten.




eigenARTig

ArbeitsplatzDie letzten beiden Wochen standen voll und ganz im Zeichen unseres Abends der Künste. Nach “ARTig” und “großARTig” in den letzten beiden Jahren, präsentierten sich der Musik- und der Medien/Kunst-Zweig des BORG Bad Leonfelden heuer unter dem Titel “eigenARTig”. Die ganze Woche wurde im Haus am Ring aufgebaut, eingerichtet und geprobt. Alle vier Aufführungen waren restlos ausverkauft und so konnten wir insgesamt über 1200 Besucher zählen. Der Medien/Kunst-Zweig konnte sich dabei mit Videoeinspielungen, Visuals und Live-Performances heuer so stark wie noch nie in die Aufführung einbringen, was einen gehörigen Einsatz an technischem Equipment notwendig machte.

dvdAuf BORG play ist ab sofort neben einigen ausgewählten Fotos eine kurze Zusammenfassung unserer Beiträge zu diesem Abend zu finden. Außerdem war unser Dokuteam wieder mit sechs Kameras vor Ort um den ganzen Abend festzuhalten. Eine etwa neunminütige Video-Zusammenfassung der einzelnen Beiträge im Schnelldurchlauf ist bereits auf Youtube zu finden. Die dazugehörige DVD befindet sich derzeit noch im Feinschnitt. Das Cover ist aber bereits fertig.




Screenrunner

zettelEs war ein ehrgeiziges Projekt, dass ich unserer 8c in Mediendesign heuer vorgeschlagen habe. Wir hatten ein Musikvideo gesehen, in dem eine animierte Figur von einem Bildschirm weiter geht auf den Bildschirm eines anderen Geräts. Das wollten wir auch versuchen, allerdings nicht animiert sondern mit Realfilm. Als Bildschirme nutzten wir unsere Smartphones.
Es hat ganz schön gedauert bis wir den Dreh raus hatten worauf zu achten ist, mit welchem Fuß man die Szene betritt, wie viele Schritte man machen darf und wo der sichtbare Bereich dann wieder endet. Eigentlich waren wir uns bis zuletzt nicht ganz sicher ob das ganze klappen würde, aber mit dem Ergebnis sind wir dann doch sehr zufrieden. “Screenrunner” feierte letzte Woche im Kino in Bad Leonfelden Premiere. Außerdem wird das Projekt im Rahmen von “eigenARTig” am 12. Februar zu sehen sein und uns beim heurigen Media Literacy Award vertreten. Auf BORGplay ist mittlerweile ein kleiner Blick hinter die Kulissen zu finden.




PLAY2

IMG_20150131_231752Zum zweiten Mal präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Zweiges “Medien / Kunst” am BORG Bad Leonfelden unter dem Namen “PLAY2” ausgesuchte Videoarbeiten der letzten beiden Jahre der Öffentlichkeit. Und das wiederum in einem äußerst stilvollen Rahmen, nämlich im Kinotreff Leone, dem Kino in Bad Leonfelden. Präsentiert wurde eine knapp 80-minütige Werkschau, umrahmt von witzigen Zwischenmoderationen unserer charmanten Gastgeberinnen Lena Wagner und Christina Klaus, sowie interessanten Interviews mit den jeweiligen Machern der Projekte. Ein kurzer Rückblick auf den Abend und die präsentierten Projekte steht ab sofort auf der Website von BORG play bereit.

kino




Die Müller muss weg

In den letzten Jahren hörte man immer wieder den Spruch: “Serie ist das neue Kino”. Scheinbar nehmen das manche Studios etwas zu wörtlich. Daher habe ich es sehr genossen nach “Panem 3” und “Hobbit 3” wieder mal einen komplett abgeschlossenen Einzelfilm mit Anfang, Mittelteil und Ende im Kino zu sehen. In “Die Müller muss weg”, unter Anderem mit mit Anke Engelke, können sich wohl viele Leute wiederfinden. Vor allem natürlich Lehrer und Eltern, geht es doch um eine Gruppe organisierter Eltern, die die Lehrerin ihrer Kinder aus Sorge um die schlechter werdenden Noten absägen möchte. Es ist großartig zu beobachten wie sich die Handlung immer weiter aufschaukelt und irgendwann jeder auf jeden losgeht. Man fühlt sich erinnert an “Der Gott des Gemetzels”. Und das ganze wird auch noch recht elegant zu einer starken Pointe gebracht. Unter anderem mit meinem Lieblingszitat: “Sie gibt gute Noten, und mehr kann man von einer Lehrerin ja nun wirklich nicht erwarten”




Oberösterreich Tour

TourIn diesem Frühjahr, genauer zwischen 13. und 21. Februar, touren zwei herausragende Musiker gemeinsam durch das obere Oberösterreich. Freistadt, Rohrbach und Linz werden von Jack the Busch und Beda mit Palme heimgesucht. Zu diesem Ereignis durfte ich ein kleines Announcement gestalten, das ich auch an dieser Stelle gerne posten möchte. Zusammen mit der dringenden Empfehlung sich das nicht entgehen zu lassen!




Sherlock Holmes: Crimes & Punishment

12788Das neue Sherlock Holmes Spiel Crimes & Punishments setzt genau das um, was sich Sherlock Fans wünschen. Selten habe ich es bei einem Spiel erlebt, dass man als Spieler selbst so zum Denken gezwungen wird. Die insgesamt sechs Fälle bieten eine Vielzahl möglicher Schlussfolgerungen und meist erscheint keine davon abwegig. Durch das geschickte Verbinden von Hinweisen und das Voranschreiten im Deduktionsbaum nähert man sich der richtigen Lösung aber immer weiter an. Und genau dieses Deduzieren ist in diesem Spiel einfach grandios gelöst. Nicht selten geschieht es dabei, dass bereits gezogene Schlüsse im Widerspruch mit neu gewonnenen Erkenntnissen stehen. Dann heißt es: zurück an den Anfang und nochmal alles gründlich durchdenken.

t1KZR7VUm an Hinweise zu kommen müssen Tatorte abgesucht, Hinweise im Labor analysiert oder Leichen obduziert werden. Einen zentralen Punkt stellt auch das Befragen von Augenzeugen dar. Diese Befragungen sind optisch ähnlich umgesetzt wie in der BBC Serie Sherlock. Während des Gesprächs lässt sich die Zeit anhalten und der Blick langsam über die Person streifen. Dabei können Hinweise entdeckt werden wie auffälliger Schmuck, Schmutz an der Kleidung, Verletzungen oder ähnliches. Diese Gedanken werden dann in Form von weißem Text im Bild angezeigt und können neue Fragemöglichkeiten aktivieren. Um zu einem Ergebnis zu kommen, ist es aber meist gar nicht nötig alle Hinweise aufzudecken. Meist offenbart sich sogar schon sehr früh ein offensichtlicher Verdacht, der aber dann doch manchmal in die Irre führt.

deductionHat man einen Täter überführt, egal ob richtig oder falsch, wird man als Spieler vor eine moralische Frage gestellt: Hält man sich stur ans Gesetzt und übergibt den Täter an Scotland Yard, oder gaukelt man Inspektor Lestrade irgendetwas vor und verhilft dem Täter so davon zu kommen. Diese Entscheidung liegt allein beim Spieler und ist weder richtig noch falsch. Spielmechanisch und atmosphärisch macht dieser Titel so praktisch alles richtig um mich zwei Tage ununterbrochen an die Xbox zu fesseln. Zwei der Fälle lehnen sich an bekannte Geschichten an, weshalb hier die Lösung vielen leider von Anfang an bekannt ist. Dass tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch. Man genießt dann einfach die tollen Dialoge und lässt sich versuchsweise auch mal auf eine falsche Fährte führen.

Die Hauptfigur entspricht sehr genau jenem Sherlock Holmes, den man aus den Romanen kennt. Nachdem ich im Moment aber sehr beeindruckt bin von Benedict Cumberbatch und seinem modernen Sherlock, erscheint mir dieser digitale Holmes fast schon etwas zu normal und zu wenig exzentrisch, auch wenn er mit verbundenen Augen durch die Bakerstreet ballert.